5 Stunden voraus

Ein Erfahrungsbericht einer Reise in die Zukunft mit dem Ergebnis, dass sich die Welt in 5 Stunden zwar nicht wirklich weiter entwickeln, aber doch erheblich ändern kann.

Long Xuyên, Viet Nam

04 March 2007



Vorbei.

Maerz ist es nun, alles ist vorbei und eine neue Zeit beginnt. Tet, Neujahr auf vietnamesisch, ist vorbei. Vogelgrippe gibt es auch nicht mehr. Neues Semester an der Uni hat angefangen. Der Bart ist ab (auf vielfachen Wunsch aus Deutschland und gegen den Willen vieler Vietnamesinnen). Das Motorrad hat eine neue Hinterradbremse. Und und und, wo soll ich anfangen? Aber halt, eigentlich war ja etwas anderes gemeint. Also nochmal:

Maerz ist es nun, alles ist vorbei und eine neue Zeit beginnt. Eine neue Zeit in Deutschland, die hoffentlich so spannend wird wie die Zeit in Vietnam. Wenn ich doch nur ein bisschen laenger geblieben waere. Aber halt, ich bin ja noch hier, also hab ich wohl die Wahl, ob ich bleibe oder gehe. Also nochmal:

Maerz ist es nun, alles ist vorbei und eine neue Zeit beginnt. Die sollte fuer mich eigentlich jetzt in Deutschland wieder beginnen. Aber da es so spannend war, habe ich mich doch umentschieden und bleibe noch ein bisschen hier. Ja, so ist es richtig. Wie lange, weiss ich auch noch nicht genau, obwohl vieles auf Ende Mai hindeutet. Nicht viel Zeit also, aber immerhin noch ein bisschen.

Ja, was soll ich sagen? In vieler Hinsicht ist vieles neu und vieles noch beim alten. Beim alten ist, dass Vietnam immer noch ein sehr angenehmes Land zum Leben ist, die Leute hier sehr cool sind, das Wetter noch warm ist, der Kaffee immer noch nicht besser geworden ist und vieles doch sehr viel anders ist als in Deutschland. Anders ist dagegen, dass sich der Blickwinkel irgendwie doch sehr aendert, wenn man eine gewisse Zeit hier gewesen ist. Es ist vielleicht wie ein Wandel vom Austauschstudenten zum Normalbuerger. Dinge, die in den ersten Monaten schraeg, spannend, witzig und interessant waren werden auf einmal normal, langweilig, nervig und eintoenig. Dafuer oeffnen sich nach einiger Zeit ganz neue Dinge, die vorher eher etwas verborgen waren und jetzt im Alltagsleben zu Tage treten. Zu abstrakt? Schon moeglich. Aber irgendwie ist der Wandel selbst auch wieder schraeg, spannend, witzig und interessant und eine Erfahrung auf alle Faelle wert. Jetzt aber, da ich vieles von dem ausprobiert und erlebt hatte, von dem ich vorher getraeumt habe, das ich mir erwuenscht oder auch befuerchtet habe, weiss ich vielleicht eine Ecke besser, was es bedeutet, hier zu leben. Und auch, was mir Deutschland bedeutet, was ich daheim zurueck gelassen habe und was ich am liebsten sofort haben wollte. Gut, wenn wir mal die Familie und die Freunde aussen vor lassen (ist ja immer noch ein Blog und kein privates Tagebuch hier, aber natuerlich wuerden sie an erster Stelle stehen), haette ich mal eine kleine Spontanliste:

  • Guter Kaffee (heiss und mit Schaum obendrauf und mit Milch, die nicht babb-suess ist)
  • Ein Wiener Schnitzel mit Pommes und Salat
  • Kaltes deutsches Bier OHNE EIS
  • Ein Schwimmbad
  • Kaltes Wetter
  • Verkehrsregeln und mit Hilfe dieser ein Auto fahren (7 Monate ist es jetzt fast her, hoffentlich weiss ich noch, wie es geht...)
  • Ordentliche Hausparties
  • Meine Muttersprache
  • Ach ja, auch wenn es damit ein bisschen viel wird, was mit Essen zu tun hat: Mc Donald's und Doener
Die Liste will natuerlich keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit haben, wahrscheinlich fallen mir in fuenf Minuten zehn Dinge ein, die mir wichtiger sind.

Die Moral von allem: Schoen ist es hier immer noch, schon auch, dass ich ein bisschen laenger bleiben kann und schoen auch, bald wieder daheim zu sein. Wobei ich mir auch sicher bin, dass ich alles hier sehr vermissen werde. Wie mans halt hat, irgendwas vermisst man immer und das aendert sich auch am anderen Ende der Welt nicht. Aber waere ja auch zu schoen, wenn es nicht so waere.

In diesem Sinne: Me love you long time und bis bald!

30 January 2007

Wir haben hier einen Freund. Dieser Freund arbeitet bei "Tiger" (Name, nicht Tier). Diese Firma verkauft Bier. So viel zur Vorgeschichte.

Dieser Freund hat uns kuerzlich angerufen, dass seine Firma in einem Restaurant hier im Ort eine Promo-Veranstaltung hat und es waere doch ganz nett, wenn wir kommen koennten. Mmh, na gut, also sind wir da mal hin gegangen. Das war dann aber keine wirkliche Promo-Veranstaltung, sondern eine Talkshow ueber drei englische Fussballspieler, die eben in diesem Restaurant aufgenommen wurde. Um quasi die Stimme des Volkes einzufangen, wurden auch ein paar Leute aus dem Publikum interviewt und darunter waren auch drei Auslaender: Steven, Tyler und ich! Dummerweise war Steven der einzige, der was vernuenftiges beitragen konnte. Tyler hat ein bisschen was ueber Baseball erzaehlt und ich hab eben gemeint, dass wir in Deutschland nur die gute alte "Bundesliga" schauen (stimmt doch, Jungs?), aber mit Ballack und Lehmann doch auch zwei gute Spieler in der englischen Liga haben. Naja, aber fuer wirkliche Substanz in den Antworten haben sie sich glaub ich eh nicht interessiert, da letzten Endes nur ein oder zwei Vietnamesen im Fernsehen kamen und ansonsten ein paar Maedels ("der Beckham ist aber goldich...") und eben wir. Aber gut, mir solls egal sein, wie ich zu Rum und Ehre komme... :-)

Ausgetrahlt wurde es dann am Freitag abend um 19:30 auf VTC2, Vietnam-weit. Wir mussten leider die Fernsehausstrahlung mit den Handy fotografieren, aber immerhin gibts Bilder:







Damit zurueck an die angeschlossenen Funkhaeuser!

22 January 2007

Ein kurzes Update aufgrund der aktuellen Ereignisse: heute wurde die Vogelgrippe auch in Dồng Thấp (auf dem kuerzesten Weg zur Grenze der Provinz sind es von hier knappe 10 km) entdeckt. Somit steht es im direkten Fight Tweety vs. Tweety nun 9 zu 2. Der aktuelle Tweety ist auf der Karte derjenige, der direkt unter der ganz rechten Zigarettenschachtel sitzt, was damit auch heisst, dass wir momentan eingekreist sind. Bleiben uns nur noch die Zigaretten als Freunde...

Ausserdem hab ich auf vielfachen Wunsch nun auch eine Rangliste gefunden, auf der sowohl Deutschland vor Holland ist als auch Rumaenien vor Ungarn: die FIFA-Fussball-Rangliste der Maenner! Wem das zu profan ist, dem sei etwa die Bevoelkerungsrangliste ans Herz gelegt oder, wenn wir von Herz sprechen, die Rangliste der Naechstenliebe. Warum aber gerade hier weder Ungarn noch Rumaenien auftaucht, sei der Interpretation jedes einzelnen ueberlassen...

18 January 2007

Vietnam ist ja ein aufstrebendes und innovatives Land, dem viele Erfindungen der modernen Welt zugeschrieben werden, so z.B. der Strassenverkehr, der ohne Regeln funktioniert oder Froesche, die als Haustiere gehalten werden. Aber auch in anderen Bereichen steht Vietnam desoefteren an der Spitze, wie z.B. - recht aktuell dieser Tage - im flechendeckenden Einsatz der Vogelgrippe. Diese fiese, kleine und bei machen Tierarten sehr effektive Erfindung, deren Luxusmodell H5N1 noch nicht ganz die Marktreife erlangt hat, findet vor allem im Sueden (meinem Sueden) Vietnams grossen Anklang. Der englische Markenname lautet uebrigens "Bird Flu" und sollte daher nicht mit der vor allem unter Informatikern sehr verbreiteten und gefuerchteten "Nerd Flu" verwechselt werden, deren Variante "Strg-5-F1" ebenfalls toedlich wirken kann und sei es nur fuer eigene zwischenmenschliche Beziehungen. Wie dem auch sei...

Aus Zwecken der Aufklaerung moechte ich hier einmal nuechtern und sachlich, ohne Panikmache und ohne blumige Worte die momentane Situation im Mekong-Delta darstellen. Die folgende Karte zeigt den aktuellen Zwischenstand (bitte klicken zum groesser machen):



Man sieht schon ganz deutlich, dass die niedlichen kleinen Tweeties im Sueden des Suedens in den letzten Tagen recht viel Boden gut gemacht haben. Innerhalb der letzten Zeit haben sie insgesamt sieben Provinzen erobert und sind wohl weiter auf dem Vormarsch. Mit vereinter Kraft konnten wir, die in der gruen markierten Stadt und damit in der Provinz der betenden Tweeties (vietnamesisch: "An Giang") leben, ihren Vormarsch stoppen. Wir muessen natuerlich immer auf der Hut sein, um nicht von einem Ueberraschungsangriff ueberrumpelt zu werden. Gluecklicherweise haben wir traditionell die Unterstuetzung unserer Verbuendeten aus dem Land der geschmuggelten Zigaretten (frei uebersetzt so viel wie "Kambodscha"). Leider viel zu weit entfernt, wenn auch unser liebster Verbuendeter, die Truppen der "Allianz Fastfood fuer alle" (abgekuerzt "KFC") mit ihrem Hauptsitz in Saigon, zu deren Verbuendeten auch die Soeldner-Truppen "Pizza" und "Hamburger" gehoeren. Und, last but not least, hat George W. Bush auch noch seine komplette Seemacht zu Hilfe geschickt, die gerade vor der Kueste im Sueden ihren Gegenschlag vorbereiten. Ach George, was wuerden wir ohne Dich tun...

Man sieht also, es geht heiss her im Mekong-Delta, aber es ist nicht alles so schlimm, wie man vielleicht denkt, wenn man den Zeitungen glaubt. Was man hier sowieso nicht kann, wenn man bedenkt, dass Vietnam auf Platz 155 (von 168) auf der Rangliste der Laender belegt, die die Pressefreiheit wahren (und wenn Du es nicht glaubst, lies es nach).

Damit geb ich mal zurueck nach Deutschland und werf mich wieder ins Getuemmel. Tamiflu und raus bist Du!

05 January 2007

Tataaaaa!

Nachdem das Internet hier nach diversen Blitzeinschlaegen, Erdbeben, Tsunamis, Weihnachtsfesten und Sylvesterfeiern lahm gelegt war, ist heute der grosse Augenblick gekommen und es funktioniert wieder!

Damit wuerde evtl. die Moeglichkeit bestehen, dass es an dieser Stelle vielleicht in Zukunft mal wieder das ein oder andere zu lesen gibt. Bis dahin verbleibe ich mal mit schoenen Gruessen aus der Ferne und wuensche allen ein gutes neues Jahr!


PS: Ok, ein Bild kann ich ja noch mitschicken, damit Ihr Euch alle wieder an mich erinnern koennt. Und was waere besser geeignet, als ein Bild meiner Hollywoodstar-trifft-Hendrik-Tour Nummer zwei. Diesmal war er nicht ganz so prominent, immer immerhin in Rambo 1 zu sehen, also ist das doch schonmal was. Sein Name ist Stephen Dimopolous, kommt aus Kanada, ist sehr sehr cool (sprich, er hat diesmal auch mit uns geredet und zwar sehr lange...) und spricht sogar ein paar Worte Deutsch (...die er gelernt hat, als er mal nen Deutschen spielen musste). Bald freuen sich die Stars vielleicht, wenn sie mich treffen. "Hey, das ist doch der, der schon Stephen Dimopolous und Kiefer Sutherland und ... getroffen hat, coool. Aber schau, wie arrogant der ist, will nicht mal mit uns reden." Ja, so oder so aehnlich wird es kommen, sag ich Euch.




Das ist er, Hendrik Beck, der Mensch der...

07 December 2006

Heute ist der Tag nach gestern. Was an sich noch nicht sehr besonders, schon gar nicht einfallsreich und definitiv nicht intelligent klingt, ist hier doch etwas besonderes. Gestern war naemlich der grosse Tag, an dem Durian nach Long Xuyen kommen sollte. Fuer ihn wurde sogar extra die Universitaet fuer einen Tag geschlossen. Ja, hoher Besuch war also angekuendigt. Durian sei ein recht windiger Bursche, sagte man, und ist bekannt fuer seine stuermischen Auftritte. Ja ja, man ahnt es schon, dass Durian weder ein Popstar noch ein hoher Vertreter der kommunistischen Partei ist (ich bezweifle auch, dass man mit dem Namen Durian hier ueberhaupt Mitglied der Partei werden koennte). Durian ist: ein Typhoon. Und ein recht grosser sogar. Nachdem es vor ein paar Wochen in Zentralvietnam schonmal ein happiges Unwetter gab, schlugen hier ein bisschen die Alarmglocken, als sich nun Durian angekuendigt hat. Und deshalb, man glaub es kaum (und obendrein auch das erste Mal in der Geschichte der Uni hier), wurde gestern wirklich die Universitaet komplett geschlossen. Das hat dann Montag abend (nachdem es bekannt gegeben wurde) fuer ein paar mulmige Weltuntergangsgefuehle gesorgt und alle waren natuerlich gespannt, wie Long Xuyen den Dienstag ueberleben wuerde. Ein bisschen war es, als ob jemand einen ueberdimensionalen Feuerwerkskoerper angezuendet haette und dann „Achtung, alle Mann in Deckung!“ gerufen hat. Und alle Mann waren auch in Deckung, hatten die Finger in den Ohren, und haben gespannt auf den Knall gewartet. Und dann? Ja, dann ist gar nichts passiert. Nicht, dass strahlender Sonnenschein war, aber es hat nicht mal wirklich geregnet, von 150 km/h Windgeschwindigkeit (die im Gespraech war) mal ganz abgesehen. Seltsamer Tag irgendwie, zumal in „Can Tho“ (60 km suedlich) anscheinend Menschen ums Leben gekommen sind. Aber so ist es nun einmal.

A propos Naturgewalten: ist jetzt ein paar Tage her, da durfte ich Zeuge des lautesten Donners meines Lebens werden. Und der kam dafuer mal ganz ohne Vorwarnung. Etwa so, als ob jemand einen ueberdimensionalen Feuerwerkskoerper angezuendet haette und ihn dann ohne „Achtung!“ zu rufen in mein Ohr gesteckt haette. Ich sas mit Tyler in der Bibliothek der Uni und wir haben das Gewitter draussen nicht mal wirklich registriert, als es „Zooom“ gemacht hat. Ganz ganz laut. Als ich meine Augen wieder aufgemacht hab, sass ich wie ein Embryo auf meinem Stuhl, Tyler in einer aehnlichen Position auf seinem Stuhl gegenueber. Sein etwas eingeschuechterter Kommentar: „My teeth hurt!“. Schoenes Erlebnis, was aber leider zur Folge hatte, dass auch die Zaehne von ein paar wichtigen elektronischen Geraeten hier weh getan haben und seitdem (unter anderem) das Internet in unserem Guest House nicht mehr funktioniert. Ein wirklich herber Verlust, sag ich Euch...



Nachgestellte Szene: Tyler im Moment des Donners

Das (gut, nicht nur das) hat mich dann veranlasst, auf ein kleine Rundreise in den Norden Vietnams aufzubrechen. Sobald meine Zaehne nicht mehr weh tun, werd ich vielleicht mal ein paar Bilder posten, aber bis dahin verbleibe ich mit nur einer einzigen Anekdote: bei einem Ausflug in die Demilitarisierte Zone (die ehemalige Grenze zwischen dem Norden und dem Sueden), ist uns doch tatsaechlich ein Weltstar ueber den Weg gelaufen: Jack Bauer alias Kiefer Sutherland. In einem privaten PKW selbverstaendlich, nicht mit einer Touri-Reisegruppe. Und irgendwie wollte er sich auch nicht mit Touris abgeben oder zumindet nicht mit uns. Da hat auch nicht geholfen, dass wir auf billige Art und Weise versucht haben, ihm Honig ums Maul zu schmieren (obwohl ich nun wirklich einer weltgroessten „24“-Fans bin), er wollte einfach nicht mit uns sprechen. Wenigstens hab ich in meiner Parapazzi-Tasche das Teleobjektiv gefunden und konnte diesen einzigarten Schnappschuss landen:



I'm Federal Agent Jack Bauer and today is the longest day of my life.

In diesem Sinne wieder mal schoene Gruesse aus der Ferne und bis bald. Me love u long time!

14 November 2006

Es ist passiert! Ich hab lange nicht daran geglaubt, zwischendurch hab ich es verleugnet, gelegentlich vor mir selbst verheimlicht und eigentlich immer zu vertuschen versucht. Aber jetzt ist es passiert! Aber gut, erstmal tief durchatmen und zwei Saetze weiter vorne anfangen. Also:

Gestern abend rennt Ms. Lien, die Haushaelterin, Hausmeisterin und Hausmutter des Guest Houses hinter mir her und versucht mir irgendwas zu verklickern. Mit ihr ist es immer recht schwierig, da sie ausser Vietnamesisch eigentlich nicht viel spricht und das spreche ich dummerweise nicht viel, aber ein paar Worte versteht man dann doch immer. "Hendrik ... Room ... German ... Go" Mmh? Vielleicht sowas wie "Hendrik, im Zimmer neben Dir sind grad neue Leute eingezogen und die kommen aus Deutschland oder sprechen zumindest deutsch. Klopf doch einfach mal an und rede mit ihnen!" Ja, das muss es wohl sein. "Deutsche? Hier?" Cool, also nichts wie hin, anklopfen und gespannt warten, wer die Tuer oeffnet. Das tut eine kleine vietnmesisch aussehende Frau. "Hello! Are you Eric?" "No, I'm Hendrik. I'm living next door." "Oh, Hendrik. So you are ... where are you from?""Germany. "Ah, Germany. We are also from, aeh, wir sind auch aus Deutschland. Komm doch rein. Wie geht's dir denn hier so?" "Well, it's really...".

Aaaaaaaaahhhhh. Deutsche Frage, englische Antwort. Eigentlich sollte ich auch auf Deutsch antworten. Laechelnd versuche ich meinen kleinen Mistake zu entschuldigen und beginne einen neuen Sentence. "Ja, hier ist es ... also ... ja, es ist schoen hier." Bitte? Mehr nicht? Verdammte Axt, sie sieht vietnemesisch aus und spricht nicht gerade das reinste Hochdeutsch und ICH bin der gebuertige Deutsche, der reden sollte wie Goethe, der alte Wasserfall. "...ich bleibe noch hier until - verdammt - bis zu den Tet Holidays" Oh Gott, warum bloss? Passt etwa nur eine Sprache in das Durchschnittshirn eines Menschen? Verdraengt jedes neu gelernte Wort einer Fremdsprache ein altes der Muttersprache? Oder ist das einfach die Rache fuer jeden Witz, den ich jemals ueber Leute gemacht habe, die das selbe Problem hatten?

Gluecklicherweise hatte ich heute mittag dann Gelegenheit fuer einen zweiten Anlauf, als ich einen anderen Deutschen, der gerade hier zu Besuch ist, in der Uni getroffen habe. Lief schon ein bisschen besser als gestern, aber doch noch nicht ganz rund. Fuer das Retten des letzten Quentchens Selbstbewusstsein und Nationalstolz hat es immerhin gereicht. Naja, vielleicht sag ich das naechste Mal einfach, ich bin Oesterreicher, dann wird man das schon verstehen...


Dafuer war ich mal wieder mit Bild in einem Artikel auf der Homepage des Online-Magazins der Uni hier, diesmal allerdings verkleidet und daher nur schwer zu entdecken. Suchen und vielleicht auch finden kann man mich hier: http://enews.agu.edu.vn/?act=VIEW&a=2112

So denn, see you demnaechst and don't vergesst Eure Muttersprache! Your Hendrik


Meine erste richtige Motorrad-Tour. Mittlerweile gabs auch die zweite und die dritte und vierte und fuenfte kommt bestimmt bald...

Klick!