5 Stunden voraus

Ein Erfahrungsbericht einer Reise in die Zukunft mit dem Ergebnis, dass sich die Welt in 5 Stunden zwar nicht wirklich weiter entwickeln, aber doch erheblich ändern kann.

Long Xuyên, Viet Nam

09 September 2006

Ja, dann gibts hier mal den ersten richtigen Eintrag in meinem Blog. Da ich keine Lust habe, erstmal seitenweise zu erzaehlen, wie das Wetter so ist und das Essen und die Leute, wie der Flug war und was ich schon alles gesehen habe, steig ich einfach mal ganz aktuell (naja, vorgestern) ein. Ich denk, im Laufe der Zeit sollte sich alles andere ergeben.

Nachdem ich mir ja schon relativ sicher war, dass ich alles, was es hier so an Essen gibt, mal ausprobieren wuerde und mit Ratte auch schon das erste auf dem Teller hatte, was man in Deutschland nicht jeden Tag isst, war es dann endlich soweit: es gab Hund.

Was soll ich sagen? Ich weiss nicht, ob ich es nochmal essen wuerde. Naja, einmal vielleicht, um zu schauen, ob es wirklich so schlimm war. Aber es war auf jeden Fall mit Abstand das schlimmste, was ich hier bisher gegessen habe. Dabei war es gar nicht der Geschmack des Fleisches an sich, sondern eher das Wissen darum, dass es Hund ist, die total eklige Shrimps-Paste, die man traditionell dazu isst (hier musste ich dann aber doch mal mit Traditionen brechen und hab mir Fischsausse nachbestellt) und kleine Hund des Restaurantbesitzers, der einem dauernd unter dem Tisch raumlaeuft und an einem schnuppert. "Lass Dich nicht beim Essen stoeren, ich such nur meinen kleinen Bruder, der hat sich seit heute morgen nicht mehr gemeldet und es hat grad so nach ihm gerochen."

Aber fuer alle, die wissen wollen, wie es schmeckt: es schmeckt meiner Meinung nach in Richtung Sauerbraten oder so. Wenn man es nicht weiss / nicht dran denkt / es einem nichts ausmacht, ists eben auch nur eine Sorte Fleisch und gar nicht so schlecht. Wie Ratte oder Schlange oder Pferd auch... :-)

In diesem Sinne bis bald und schoene Gruesse


Von oben nach unten: Mensch, Hund

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